Verschiedene Arten zu Grillen

Mal über den Holzkohlerand geschaut erkennt man, dass es viele verschiedene Arten gibt, über Feuer Essen zuzubereiten. Selbst das Grillen lässt sich in verschiedene Arten (direkt, indirekt, Smoken, Grillbrett) aufteilen. Hier einige Artenzu Grillen kurz vorgestellt.

Direktes Grillen - z.B. mit Holzkohle aber auch Gas

Gegrillt wird mit 160 bis 300 Grad. Bei der direkten Methode wird das Grillgut auf dem rost direkt über die glühenden Kohlen gelegt und dort erhitzt. Beim direkten Grillen gibt es meist keinen Deckel und so muss das Grillgut, damit beide Seiten gar werden, nach etwa der Hälfte der Garzeit gewendet werden.

Das direkte Grillen ist eine tolle Methode um leckere Steaks, Hamburger, Würstchen, Koteletts, Kräutersteak und andere Leckereien mit einer kurzen Garzeit zuzubereiten. Auch für die meisten Gemüsesorten ist das direkte Grillen gut geeignet.

Nicht geeignet ist die Methode des direkten Grillens für große Fleischstücke.

Schwenken - Schwenkgrill

Grillen auf dem SchwenkgrillBeim Schwenkgrill wird wieder direkt gegrillt. Über einer Feuerstelle, die meist mit Holzkohle betrieben wird, wird ein Schwenkgrill aufgehängt.

Indirektes Grillen 160 bis 200 Grad

Hier wird das Fleisch (oder anderes Grillgut) nicht direkt auf bzw. über der Glut gegart. Gegart wird mit Hilfe von Rauch und warmer Luft. Und so liegt das Fleischstück auch nicht direkt auf bzw. über der Glut, sondern es wird meist über einer Tropfschale deponiert. Die Tropfschale ist meist mit Flüssigkeit gefüllt.

Neben dieser Tropfschale wird dann das Brennmaterial, zum Beispiel Kohle, gestapelt.

Indirektes Grillen dauert länger als das direkte Grillen, fünf Stunden sind keine Seltenheit. Aber Geduld zahlt sich aus, das richtige Fleisch für dieses indirekte Grillen vorausgesetzt, erhält man hier ein zartes und butterweiches Ergebnis.

Das indirekte Grillen darf nicht mit dem Garen verwechselt werden. Es wird immer noch gegrillt und entsprechend schmeckt das Ergebnis auch.
Indirektes Grillen funktioniert nur mit Deckel, denn die Hitze muss vom Deckel reflektiert werden. Nur so kann das Grillgut gleichmäßig von allen Seiten garen. Und das tut es, denn die Hitze zirkuliert und das ganze funktioniert ein wenig wie ein Umluftbackofen. Wenden ist daher beim Indirekten Grillen auch überflüssig.

Das indirekte Grillen ist gut für zwei Sorten Fleisch: Zum einen für empfindliches Grillgut, dass beim direkten Grillen austrockenen oder anbrennen würde (ganze Braten, aber auch Hähnchen und anderes Geflügel, große Fleischstücke und auch Fischfilet schmeckt indirekt meist saftiger und besser). Auch ein T-Bone Steak lässt sich indirekt gut zu Ende grillen, gerade, wenn dieses Fleischstück etwas dicker ist.

Man kann die direkte und indirekte Methode auch kombinieren und mit der indirekte Grillmethode ein Stück Fleisch gar grillen und am Ende dann mit der direkten Methode für Farbe und Röstaromen sorgen.

Barbecue - Indirektes Grillen bis 90 bis 160 Grad

Beim Barbecue wird wieder indirekt gegrillt, aber mit deutlich niedrigeren Temperaturen als bei der Methode mit der Tropfschale. Beim Barbecue wird das Feuer in einer Feuerbox entzündet. Die Feuerbox befindet sich an der Seite vom Grillrost. In der Feuerbox verbrennt Holz (empfohlen wird Fruchtbaumholz). Das Ergebnis beim Barbecue ist Grillgut mit viel Geschmack und viel Saft.

Smoken 90 bis 120 Grad

Smoken funktioniert ähnlich wie das Barbecue. Allerdings werden beim Smoken nicht ganz so hohe Temperaturen erzielt. Außerdem werden beim Smoken die Lüftungsklappen geschlossen und so entsteht starker Rauch. Wie stark der Rauch wird, hängt davon ab, welches Holz man fürs Smoken wählt. Außerdem beeinflusst die Holzsorte auch die Geschmacksrichtung. Smoken ist aber wirklich nur etwas für Geduldige. So 24 Stunden kann es dauern, bis man das gewünschte Ergebnis am Smoker erzielt hat.

Smoken ist nicht mehr wirklich Grillen, denn das Garen mit Wärmestrahlung fällt hierbei nun mal weg. Einen guten Überblick über Auswahl an Smokern und andere Grills bietet zum Beispiel grillheld.de.

Räuchern bei 60 bis 90 Grad

Funktioniert ähnlich wie das Smoken, nur mit etwas weniger Temperatur. Es dauert auch länger, bis man das gewünschte Ergebnis hat. Gerade Fisch wird gerne geräuchert, um ihn haltbar zu machen. Es geht hier also weniger um den direkten GEnuss, als um das Haltbarmachen von Lebensmitteln.

Plank Grilling

Grillen auf der Holzplanke - Lachs auf ZedernholzBeim Plank Grilling liegt das Grillgut, zum Beispiel Fleisch, gerne aber auch Fisch (siehe auch Fisch grillen), nicht direkt über der Glut. Das Grillgut wird auf eine Planke, eigentlich ein Holzbrett - auch Grillbrett genannt, gelegt. Während des Grillens nimmt dann das Grillgut den Geschmack des Holzes an. Das Holz kann dabei durchaus auch verkohlen. Das Grillen mit dem Grillbrett gehört zu den ältesten Grillverfahren der USA. Wichtig ist, dass man das Grillbrett nicht einfach so auf den Grill knallt. Dann würde es zu schnell verbrennen, sondern es muss zuvor mindestens eine Stunde gewässert werden. Und mit dem Wasser kann man auch für zusätzliches Aroma sorgen, denn das Grillbrett lässt sich eben auch in Wein, Fruchtsaft oder eben auch Whisky einlegen.
Das Grillbrett - Plank Grilling

Für das Plank Grilling eignen sich Gas und Holzkohle gleichermaßen. Gut wäre, wenn der Grill geschlossen werden kann, ansonsten kann man sich aber auch mit einem Stück Aluminiumfolie behelfen.
Grillen mit der Grillplanke

Dutch Oven

Beim Dutch Oven wird gar nicht wirklich gegrillt. Zum Garen wird vielmehr ein dickwandiger Kochtopf aus Gusseisen genutzt. Auf diesem Kochtopf sitzt ein eng sitzender Deckel. Unter dem Topf und auf dem Deckel werden Kohlen gelegt. Diese geben ihre Hitze an das Gusseisen ab. Bei einem guten Dutch Oven wird die Hitze gleichmäßig auf den ganzen Topf verteilt. So bekommt das Gargut im Inneren Hitze von oben und unten und natürlich auch von den Seiten ab. Die Speisen darin können so schonend garen. Es brennt auch nichts an. Das Prinzip des Dutch Oven ähnelt dem eines Dampfdruckkochtopfs. Der Dutch Oven wird bereits seit dem 18. Jahrhundert in den USA und in Australien zum Kochen, Braten und Backen über offenem Feuer verwendet.

Holzbackofen

HolzbackofenAuch der Holzbackofen hat nun nichts mit Grillen zu tun, aber hier wird auch wieder Essen mit Feuer zubereitet. Im Holzbackofen kann dabei nicht nur gebacken werden, sondern auch geräuchert, gekocht und sogar gegrillt. Bei einem Holzbackofen sorgen die Steine und ihre Strahlungswärme in Verbindung mit dem Holzfeuer für ein leckeres Erlebnis.

Eintopfofen

Ein Eintopfofen eignet sich hervorrangend für die Zubereitung von Speisen aller Art. Es gibt sogar Modelle, auf denen man Grillen kann. Dabei wird das Feuer im unteren Teil des Eintopfofens entzündet, darüber wird meist gekocht. Vor allem Eintöpfe (sagt ja schon der Name) gelingen auf Eintopfofen. Der Eintopfofen eignet sich zum bequemen Outdoor Kochen.


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