Sieben Mythen über das Grillen

Um es vorweg zu sagen, jeder sollte so grillen, dass es ihm am besten schmeckt. Aber hier einige Grillmythen, von denen einige bereits als widerlegt gelten. Sie halten sich aber trotzdem, denn einige, wie das Ablöschen mit Bier, gehören eben auch zur Grilltradition.

Grillmythos Nr. 1

Fleisch vor dem Grillen nicht salzen

Salz entzieht dem Fleisch Flüssigkeit. Man sollte das Fleisch also tatsächlich nicht Stunden vorher salzen, sondern erst eine knappe halbe Stunde bevor es auf den Grill kommt. Kurz vor dem Grillen spricht nichts dagegen, dass Fleisch mit Salz zu würzen, es kann sogar besonders lecker werden, so manches Grillleckermäulchen schwört auf die Kruste, die sich so bilden kann.

Grillmythos Nr. 2

Scharf anbraten damit sich die Poren schließen

Das soll verhindern, dass der Fleischsaft durch die Poren austritt und das ganze eine zähe Angelegenheit wird. Allerdings hat Fleisch keine Poren. Es besteht aus Fasern. Allerdings macht das scharfe Anbraten durchaus trotzdem Sinn, es wird nämlich einfach leckerer.

Grillmythos Nr. 3

Viel wenden hilft viel

Gerade unerfahrene Grillmeister wenden Steaks gerne und häufig. Hat schließlich den Vorteil, dass man immer optimal über den Zustand der Rückseite informiert ist. Allerdings gelingen gerade Rindersteaks deutlich leckerer, wenn sie nicht zu viel Zugluft beim Wenden abbekommen. Denn gerade wenn nicht dauernd gewendet wird, bildet sich eine leckere Kruste.

Grillmythos Nr. 4

Grillgabeln werden zum Wenden verkauft

Dies ist richtig, sofern es sich bei dem Grillgut um ein Würstchen handelt. Diese freuen sich sogar darüber, von der Gabel gepiekt zu werden, dann platzen sie nicht mehr so unschön auf. Fleisch hingegen verträgt die rüde Behandlung mit der Grillgabel eher schlecht. Denn während das Auslaufen der Flüssigkeit beim Würstchen verhindert, dass es unschön platzt, wird das Steak eher trocken. Zum Grillen von Steaks oder Burgern besser eine Grillzange oder einen flachen Wender nutzen.

Grillmythos Nr. 5

Ist es schon Gar? Der Schnitt ins Fleisch zeigt es

Kann man machen. Aber was ist, wenn dieser Schnitt zeigt, dass das Fleisch eben noch nicht Gar ist? Dann ist man wieder bei dem Problem mit dem Fleischsaft. Wieder rauf auf den Grill bedeutet meist, man erhält dann irgendwann zwar ein Stück gares Fleisch, dafür ist es dann aber trocken. Also besser ohne Schnitt prüfen, ob das Fleisch schon gar ist. Am Besten geht dies durch den Drucktest. Ist es noch sehr weich, ist es noch nicht gar. Gibt es gerade noch ein wenig nach, dürfte Steak medium sein. Ist es eher schon hart und unnachgiebig, dann ist es durch.

Grillmythos Nr. 6

Heiß und dampfend vom Grill - so schmeckt es am Besten

Jetzt wird es schwierig. Lange Vorbereitung, der Grill musste vorglühen, die Vorbereitungen zogen sich hin und endlich ist das erste Stück Fleisch fertig. Runter vom Grill, rauf auf dem Teller und rein in den Magen heißt es häufig. Wer noch nicht völlig am verhungern ist, sollte man versuchen, zu widerstehen und das Steak in Alufolie gewickelt ein paar Minuten ruhen lassen, bevor es mit dem Messer zerlegt wird. Das Fleisch kann sich entspannen, die Säfte verteilen sich und insgesamt sollte es besonders saftig und lecker werden.
Allerdings benötigt man dafür eben zwei, drei Minuten Geduld und wenn man Pech hat, ist das Fleisch in der Wartezeit eben von jemand anders verputzt worden.

Grillmythos Nr. 7

Mit Bier steckt in jedem Grillmeister der perfekte Feuerwehrmann

Das Würstchen fängt Feuer, das Steak brennt, der Grillmeister greift zur Bierflasche und löscht den Brand aufoperungsvoll mit dem eigenen Getränk. Und er sorgt für die richtige Würze, denn was kalt genossen aus der Flasche schmeckt muss Wurst und Fleisch ja auch einen super Geschmack geben. Egal was hier nun geschrieben wird, diese Unsitte wird sich eh halten. Aber gegen das Löschen mit Bier spricht so einiges: Das Bier spült von gewürztem Fleisch die Würze runter, vom Biergeschmack bleibt nach dem Grillen eh nix, dafür gibt es einen intensiven Aschegeschmack, denn beim Ablöschen mit Bier wird die Asche aufgewirbelt und setzt sich meist am Grillgut ab. Dazu wird die Kohle darunter gelöscht, ein rapider Temperaturabfall ist die Folge, und das will man als Grillmeister wohl auch nicht unbedingt. Wenn es brennt und qualmt das Grillgut von der Stelle ziehen, wer einen Deckel für den Grill hat, kann diesen auch nutzen und den Flammen den Sauerstoff entziehen.
Aber seien wir ehrlich. Auch wenn Löschen mit Bier eigentlich Unsinn ist, irgendwie gehört das Geräusch dabei eben zum Grillen dazu.

Im übrigen, hauptsache es schmeckt. Und Grillen ist eben auch viel Erfahrung.


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