Grillfleisch selber würzen

Fleisch selbst würzen - mit eigenen Kreationen oder Hilfe von RezeptenWer viel und gerne grillt liebt meist auch die Abwechslung. Und so halte auch ich ständig die Augen auf nach neuen Anregungen zum würzen oder marinieren meines Fleischs.

Nicht alle Grillpartys sind Inspirationen

Gerade wenn ich aber zum Grillen eingeladen worden bin und auf der Party mit fertigen Grillfackeln oder fluoreszierendem Holzfällersteak beglückt worden bin, frage ich mich aber, wie man Fleisch so etwas antun kann. Meist ist es so, dass sich die Grillmeister des Abends nicht selbst an das Würzen des Fleischs herantrauen und daher lieber zu fertig gewürzten (meist völlig überwürztem) Fleisch greifen. Das sind die Abenden, an denen ich versuche mich an Bratwurst und ähnlichem festzuhalten, aber selbst hier wird ja vor fertig umgearbeiteten Produkten für den Grill kaum noch halt gemacht. Die klassische Bratwurstschnecke, die dann nur noch mit Ketchup veredelt werden muss, da sie einfach so lecker ist, sucht man bei den Anhängern des fertig marinierten Fleischs aus dem Kühler des Discounters leider auch vergeblich.

Selbst würzen mit Hilfe von Rezepten

Dabei ist es so einfach selbst zu würzen. Und man spart bares Geld :-) Den wer selbst mariniert hat alles im Griff. Nicht selten muss der Genuss einer überwürzten Grillfackel erst mit ausreichend Bier möglich gemacht werden, das gehört beim selber würzen der Vergangenheit an. Und wer selbst würzt sieht was er würzt. Unter einer schillernden Schicht aus möglichst farbigen Fertiggewürzen erkennt man nämlich nicht, ob das eingelegte Fleisch wirklich noch so frisch ist, wie es die eigenen Ansprüche gerne hätten.

Schnelle Würzmischungen

Schon mit einfach in Knoblauchöl eingelegtem Kotelett oder Steak (gleich ob Schwein oder Rind) kann man sich einer Verbeugung der nicht geschundenen Geschmacksknospen seiner Gäste sicher sein. Zu dem Öl, in das einfach einige grob zerdrückte Knoblauchzehen kommen kann man nach Belieben noch Oregano, Thymian oder Rosmarin mischen. Sehr lecker zu Pute und anderem hellem Fleisch passt auch eine Mischung aus Öl mit Chiliflocken oder grob geschnittenen Chilischoten. Schneller und einfacher geht es kaum, raffinierter wird es, wenn man sich Anregungen von bekannten Würzmischungen holt.

Infografik hilft bei eigenen Würzexperimenten

Wer sich an solche Würzexperimente alleine nicht herantraut, kann sich aber auch dieser praktischen Infografik von Rama Grill bedienen. Hier hat man nicht nur einen schönen Überblick, was an Gewürzen so in Frage kommt und eine kleine Anleitung darüber, wann man Fleisch würzen sollte, sondern Rezepte für Würzmischungen aus aller Welt.

Unter den Würzmischungen verraten praktische kleine Symbole, für welche Art von Fleisch die jeweilige Würzmischung geeignet ist. Es sind auch Würzmischungen mit dabei, die recht einfach sind wie das Slap Ya Mama. Hier wird ein Teil Knoblauch mit je zwei Teilen schwarzen Pfeffer und Salz zu vier Teilen Cayennepfeffer gemischt. Das wertet Rind ebenso auf wie Lamm oder Schwein. Allein der Anteil an Cayennepfeffer sorgt dafür, dass das so gewürzte Fleisch den gewissen Kick erfährt, Slap Ya Mama ist damit eine einfache Würzmischung, die ideal für den Einstieg ins selber würzen ist.

Oder man nimmt die Tafel einfach als gute Anregung. Denn welche Gewürze so nun gut mit einander harmonieren, wie bei der italienischen Würzmischung, bei der Senfkörner, Rosmarin, Thymian eben mit anderen Küchengewürzen wie Salz, Pfeffer aber auch Cayennepfeffer vermischt werden, zeigen immerhin wo der Weg hin führen soll. Wer es da lieber etwas schärfer mag, erhöht einfach den Anteil an Cayennepfeffer, wer es milder mag, lässt ihn einfach weg oder reduziert ihn entsprechend. Der eigene Geschmack hat eben Vorrang.
Grillgewürze aus aller Welt
Grillgewürzmischungen aus aller Welt – Eine Infografik von raima-grill.de

Fleisch selbst marinieren

Fleisch selbst marinieren bzw. zu würzen ist wirklich einfacher, als man sich beim Griff zum Fertigprodukt einreden mag. Was soll schon passieren? Noch überwürzter als die berüchtigte Grillfackel kann es eigentlich nicht werden. Und wer sich erst einmal nicht richtig traut, mischt gefährliche Zutaten wie Cayennepfeffer und Chili erst einmal in einem geringeren Verhältnis unter. Oder man nimmt einen Teil Fleisch und würzt das mit Hilfe der obigen Infografik für Würzmischungen und einen weiteren Teil Fleisch versucht man mit einem sehr bewährten Rezept zu verfeinern. Gut geeignet ist hierbei zum Beispiel die Biermarinade. Die ist auch ideal, um Nackensteaks auf den Grill zu bringen, ohne zu schillernden Holzfällersteaks aus dem Kühler im Supermarkt zu greifen :-)

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