Fisch grillen

Frischen Fisch grillen. Auch für Anfänger kein Problem mit diesen Rezepten.Auch Fisch schmeckt vom Grill ganz vorzüglich. Und so ein ganzer Fisch, zum Beispiel eine Forelle oder ein Wolfsbarsch machen beim Grillen richtig was her. Mit einigen Tipps gelingt der gegrillte Fisch auch Anfängern. Die Rezepte sind wirklich ganz einfach.


Fisch grillen Tipps und Rezepte


Für viele gilt Fisch grillen ja fast schon als Königsdisziplin des Grillen. Was vor allem daran liegt, dass man heutzutage Fisch ja fast nur noch in bereits verarbeiteter Form, am besten mit einer Panade drumherum, aus dem Tiefkühler kennt. Aber ab und an möchte man dann doch mal was wirklich gesundes vom Grill zaubern oder seine Gäste beeindrucken und das kann mit so einem ganzen Fisch vom Grill sicherlich.

Fisch grillen an sich ist eigentlich sehr einfach. Man muss sich nur trauen. Und wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann ja im Kühlschrank ein paar Bratwürste deponieren. Die werden aber im Regelfall für diesen Grillabend im Kühlschrank bleiben, was auch nicht so schlecht ist, die nächste Grillparty kommt ja sicherlich.

Ganz unten ist auch der Ablauf einer einfachen ersten Anfänger-Grillparty mit frischem ganzem Fisch vom Grill beschrieben.

Welcher Fisch darf auf den Grill?


Frischen Fisch grillen - hier Dorade und Rotbrasse.Rein theoretisch kann man natürlich jeden Fisch bzw. jedes Fischstück grillen. Allerdings hat feines Fischfilet schon in der Bratpfanne die Eigenschaft gerne zu zerfallen. Das käme auf dem Grill natürlich weniger gut. Besonders gut geeignet zum Grillen sind daher Fischsorten mit festem Fleisch und höherem Fettgehalt: Lachs, Forelle, Dorade, Makrele aber auch Schwertfisch, Wolfsbarsche, Rotbrasse und Thunfisch gehören daher zu den Klassikern beim Grillen.

Besonders gut geeignet ist daher entweder ganzer Fisch oder Fischfilet (zum Beispiel Lachs) mit Haut. Wer Fischfilet ohne Haut bevorzugt, sollte den Fisch zum Grillen entweder in Alugrillschalen oder extra starke Alufolie packen. Noch schöner ist natürlich ein Grillkorb. Wer das Fischfilet dann vor dem Grillen noch mit Öl bestreicht und nach Möglichkeit nur einmal wendet, ist beinahe schon auf der sicheren Seite. Außerdem lässt sich Fischfilet, ähnlich wie Scampi oder Garnelen, natürlich auch lecker aufspießen.

Grilltipps für Fisch


Hier einige grundsätzliche Tipps rund um das Thema Fisch grillen für Anfänger.



Fischfilet mit Haut grillen


Dafür die Grillstäbe vor dem Grillen gut einölen. Dann das Fischfilet mit der Hautseite auf den Grill legen. Ohne Wenden so lange auf dem Grill bei mittlerer Temperatur lassen, bis die Oberfläche des Fischfilets leicht glasig ist.

Fischfilet ohne Haut grillen


Wer sein Fischfilet aber lieber ohne Haut grillen möchte, muss diesen stabilisieren. Das Wenden auf dem Grill würde das Filet sonst ebenso wenig überleben wie das vom Rost bekommen. Um Stabilität in die Sache zu bekommen, kann man das Fischfilet in Alufolie packen. Allerdings mit Grillen hat das dann kaum noch was zu tun. Gut geeignet ist da eher schon ein gut eingeölter Grillkorb. Hier darf man hoffen, auch nach dem Wenden noch Fischfilet zum Genießen zu haben.

Scampi oder Garnelen auf dem Grill


Ein Klassiker vom Grillen sich auch Scampi oder Garnelen. Wenn Scampi und Garnelen noch in ihrer Schale stecken, kann man diese direkt auf eingeölten Grillrost oder, wenn der Abstand der Stäbe zu groß ist, in einem flachen Grillkorb zubereiten. Scampi bzw. Garnelen ohne Schale sollte man auf Grillspieße stecken.

Wann ist der Fisch gar?


Fischsteaks grillen


Fischtsteaks von großen Fischen wie Lachs, Thunfisch aber auch Schwertfisch sollen gar nicht ganz durch gegart werden. Thunfisch schmeckt den meisten Liebhabern dieser Steaks meist am Besten, wenn er im Inneren fast noch roh ist. Aber auch bei den anderen Steaksorten gilt: Zu lange auf dem Rost führt zu trockenem Fisch.

Fischfilet in der Schale


Bei Fischfilets in der Schale kann man natürlich gut nachschauen, ob der Fisch schon durch ist. Das Fleisch sollte weiß und nicht mehr glasig sein. Dünn geschnittene Fischfilets benötigen auch nur wenige Minuten um gar zu sein. Mit einem Messer kann man in das Fischfilet vorsichtig reinstechen und nachschauen, ob der Fisch bereits gar ist. Das Fischfleisch sollte weiß und nicht mehr glasig sein. Siehe auch die Grillzeiten etwas weiter unten.

Garpunkt ganzer Fisch


Die Fischzange zum Grillen von ganzen Fischen.Bei ganzen Fischen ist es schon etwas schwieriger. Hier hilft natürlich Erfahrung, die man als Anfänger nur schwerlich hat, aber auch der Trick mit der Rückenflosse. Lässt sich die Rückenflosse leicht herausziehen, dann ist der Fisch gar. Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, kann auch ein Garthermometer nutzen. Folgende Richtwerte gibt es dabei. Unter 58 Grad Kerntemperatur dürften die meisten Fischsorten noch glasig, also nicht durch sein. Bei 58 bis 60 Grad Kerntemperatur ist Fisch gerade so gar. Bei 60 bis 64 Grad sollte der Fisch gar, das heißt das Fleisch weiß aber noch nicht trocken sein. Und bei Temperaturen von über 70 Grad dürfte der Fisch so gar sein, dass er dazu noch trocken geworden ist.
Ansonsten ist es schwierig dem Anfänger beim Fisch grillen genaue Zeiten an die Hand zu geben. Gerade bei Holzkohle, bei der sich die Temperatur nie ganz genau regulieren lässt, kann man schlecht sagen, die Dorade ist 400 Gramm schwer, nach 7 Minuten muss sie gewendet werden, nach zwölf Minuten ist sie fertig. Aber der Trick mit der Rückenflosse hilft wirklich.

Für einen großen und dicken ganzen Fisch mit Kopf und Schwanz sollte man aber durchaus 20 bis 30 Minuten einplanen.

Notfalls den Fisch mit dem Messer anstechen und das Fleisch vorsichtig auseinander schieben. Wenn er weiß und nicht mehr glasig ist, dann ist er gar.

Faustregeln Grillzeit Fisch


Da jeder Grill anders heiß wird, gelten folgende Zeiten nur als Faustregeln bzw. grobe Hinweise auf die richtige Grillzeit für Fisch:
Bei Fischfilet mit etwa ein Zentimeter dicke, ist der Fisch nach etwa sechs bis acht Minuten fertig.
Bei etwa zwei Zentimeter Fischfilet sollte man acht bis zehn Minuten einplanen.
Die Grillzeit bei ganzen Fischen richtet sich nicht nach deren Gesamtgewicht sondern nach der Dicke. Ein ganzer Fisch von etwa 2,5 Zentimetern dicke wird etwa zehn Minuten auf dem Grillrost benötigen. Ein ganzer Fisch mit vier Zentimetern schon zehn bis 15 Minuten und ein fünf bis sechs Zentimeter dicker Fisch 15 bis 20 Minuten.
Schneller geht das Grillen von großen Garnelen. In der Grillschale benötigen diese etwa fünf bis sechs Minuten, direkt auf dem Rost sgar nur drei bis vier Minuten.

Fisch kaufen


Vor dem grillen von Fischfilet und ganzen Fisch steht aber erst einmal der Einkauf. Neulinge beim Fischkauf schrecken ab und an davor zurück, denn woran erkennt man eigentlich wirklich frischen Fisch?

Fisch aus dem Bioladen


Fisch gibt es inzwischen auch aus dem Bioladen. Bei Zuchtfischen sollte man beim Einkauf auf folgende Siegel achten: Bioland, Naturland und Aquaculture Stewardship Council (ASC). Alle drei gelten als verlässlich. Bei Wildfischen sollte man nach dem MSC-Siegel (ein weißer Fisch auf blauem Grund mit dem Schriftzug Marine Stewardship Council Ausschau halten, es ist ein Hinweis auf nachhaltige Fischerei.

Frischen Fisch erkennen


Frischen Fisch erkennen - Die Augen sollten klar und gewölbt sein wie hier auf dem Bild.Frischer Fisch sollte nicht nach Fisch riechen, denn dann hat die Zersetzung bereits begonnen. Frischer Fisch riecht nach seinem Fanggrund also dem Meer, oder einem See oder nach Bach.
Ein wichtiges Indiz ob der Fisch frisch ist oder nicht sind seine Augen. Diese müssen klar und nach außen gewölbt sein. Und die Schuppen sollten fest anliegen und der Fisch glänzen. Nicht über all darf man den Fisch vor dem Kauf anfassen, aber wenn man es doch darf, sollte man sich die Kiemen anschauen. Wenn man diese etwas auseinander zieht, sollten sie hellrot sein.

Fisch sollte übrigens ständig gekühlt werden. Also entweder kurz vor Beginn der Grillparty vorbereiten oder nach dem Vorbereiten wieder in den Kühlschrank damit.
Und am besten ist es natürlich, den Fisch an dem Tag zu kaufen, an dem er auch auf dem Grill landen soll.


Fisch lagern


Fisch lagert man im Kühlschrank. Dafür den Fisch aus der Verpackung nehmen und in ein neutrales Gefäß legen. Wer den Fisch einen Tag vorher kaufen muss, sollte den Fisch in dem Gefäß mit Folie bedecken und darauf Eis packen. Aber auch wenn der Fisch vorbereitet ist und eigentlich auf den Grill kann, aber noch nicht darf, sollte er gut gekühlt bleiben. Am besten im Kühlschrank lassen oder ein einer großen Schale oder Schüssel mit Eis lagern. Auch eine Kühlbox ist natürlich geeignet.

Tiefgekühlter Fisch


Natürlich kann man auch tiefgekühlten Fisch nehmen. Dieser sollte im Kühlschrank aufgetaut werden, das Tauwasser muss vollständig ablaufen können.

Fisch entschuppen


Fertig ausgenommen bekommt man die meisten Fischsorten ja. Aber nicht immer ist der Fisch entschuppt und manchmal ist das auch nicht gewünscht (zum Beispiel, wenn Fisch blaugekocht werden soll) oder notwendig. Allerdings kann man die Schuppen vom Fisch nicht mitessen. Denn sie bestehen ähnlich wie die Gräten aus Knochensubstanz und sind daher ungenießbar. Zum Abschuppen wird der ganze Fisch am Schwanz festgehalten. Mit der Hilfe des Messerrückens eines quer gehaltenen Kochmessers oder fal.s vorhanden eines Fischschuppers werden die Schuppen in Richtung Kopf abgeschabt. Dabei soll die Haut nicht verletzt werden. Um das zu erreichen soll die Klinge etwa im rechten Winkel zur Haut stehen. Danach die Schuppen unter fließendem Wasser abspülen.

Fisch grillen für Einsteiger und Anfänger


... oder unser erstes Grillen mit frischem Fisch vom Grill...

Fisch für Anfänger: Dorade, Rotbrasse und Wolfsbarsch.Für unseren ersten Fisch vom Grill haben wir Dorade, Rotbrasse und Wolfsbarsche besorgt. Gerne hätten wir mehr als zwei Wolfsbarsche genommen, aber hier waren die anderen Exemplare beim Fischhändler einfach zu groß für unsere Fischzangen. Forelle gab es leider nicht.

Beim Fischhändler wurden die Fische dann vor unseren Augen entschuppt, ausgenommen und abgebraust.

Da wir uns ganz auf den Fisch konzentrieren wollten, gab es als Beilage nur Tomatensalat, Kräuter-Knoblauchbutter, Zitronenviertel und etwas Brot. Beim nächsten Mal werden aber Kartoffeln vom Grill mit dabei sein. Das passt besser.

Da wir den Fisch in die Fischzangen packen wollten, konnte der Fisch erst kurz vor dem Beginn des Grillabends vorbereitet werden. Mit Fischzange wären die Fische nicht mehr in den Kühlschrank gegangen. Wäre es sehr heiß gewesen, hätten wir eine Zwischenkühlung mit Eiswürfeln gebaut, aber das war an dem Abend nicht nötig.
Dann wurde der Fisch nur unter kaltem fließendem Wasser abgewaschen und dann trocken getupft. Da der Fisch mit Haut war, habe ich auf das Säuern von außen nicht so großen Wert gelegt. Statt dessen habe ich die Haut vom Fisch mit einem richtig scharfen Messer etwas eingeritzt, den Fisch gesalzen und in seinen Bauch ein bis zwei Zitronenscheiben sowie wahlweise Petersilie und Rosmarinzweige gesteckt. Dann kamen die Fische in die Fischzange. Diese natürlich vorher gut einölen. Und natürlich auch etwas gesalzen.
Leider habe ich fünf Fische aber nur vier Fischzangen gehabt. Daher habe ich den fünften Fisch, den etwas größeren Wolfsbarsch, der für die Fischzange eh etwas zu groß gewesen wäre, mit einem Grillgitter zusammengehalten. Ein Fehler, wie sich nach dem Grillen herausstellte. Hier lagen die Stäbe des Gitters einfach zu eng zusammen. Der Fisch war köstlich, nachdem man ihm vom Gitter runter hatte.

In der Zwischenzeit war der Grill auch fast so weit. Nach dem die Temperatur gefühlsmäßig ok war, wurde der Fisch auf der mittleren Ebene über Holzkohle unter strenger Beobachtung der Fisch-Grill-Neulinge gegrillt. Hier zeigte sich, dass der Rost vorher auch besser eingeölt worden wäre, es blieb trotz Grillzange etwas Fisch an diesem hängen. Nach 20 Minuten waren die kleineren Fische Dorade und Rotbrasse fertig, nach etwa einer halben Stunde auch der Wolfsbarsch. Bei den Fischzangen ließen sich die gegrillten Fische sehr gut lösen, bei dem Gitter war es ein Drama.

Alle Fische waren äußerst lecker. Am Besten hat uns allerdings der Wolfsbarsch gemundet.

Mehr als vier Leute hätten wir allerdings nicht sein dürfen bei unserem Grill. Dadurch, dass wir Fischzangen genutzt haben, ging nämlich recht viel Platz auf dem Grill verloren.

Folienkartoffeln als Beilage zum Fisch vom Grill.Aber lecker war es und wir werden sicherlich wieder Fisch grillen. Dafür aber mit etwas größeren Fischzangen für den Wolfsbarsch und mit Kartoffeln oder Kartoffelsalat als Beilage.

Richtig entspannt waren wir auch, weil im Kühlschrank für den absoluten Notfall auch ein paar Würstchen gewartet hätten. Die mussten dann am nächsten Tag dran glauben, am Fischgrill-Abend waren sie als Notration nicht vonnöten und wäre nicht Sonntag gewesen, hätten wir sicherlich versucht noch einmal frischen Wolfsbarsch zu bekommen.
Ein Wolfsbarsch hat als normale Portion pro Person ausgereicht. Von der Dorade und dem Rotbarsch waren schon zwei als Portion nötig um ein Sättigungsgefühl zu erreichen.

Folienkartoffeln vom Grill .

Folienkartoffeln vom Grill

Eine besonders leckere Beilage beim Grillen ist natürlich die Folienkartoffel. Anleitung und Tipps rund um die Kartoffel vom Grill. Mit Butter und Salz oder Kräuterbutter erfreut die Knolle als Grillbeilage natürlich auch Vegetarier.
Folienkartoffeln
Dorade grillen.

Dorade grillen

Dieses Fischrezept zum Grillen von Dorade eignet sich auch für Rotbrasse (die Dorade ist eine Goldbrasse) aber auch für Makrele oder Rotbarsch. Doarde vom Grill ist einfach und lecker. Besonders gut gelingt dieser Fisch vom Grill mit einer Grillzange für Fische.
Dorade grillen
Wolfsbarsch grillen.

Wolfsbarsch grillen

Wer einen ganzen Fisch grillen möchte, sollte einen Wolfsbarsch, auch Loup de mer genannt, ausprobieren. Dieser Fisch gelingt sehr gut auf dem Grill und er schmeckt gegrillt köstlich. Es gibt sehr einfache Rezepte für Wolfsbarsch vom Grill. Für Anfänger ist dieser Fisch also prima geeignet.
Wolfsbarsch grillen
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